Frequently Asked Questions


Was ist...? Beschreibung
GW Die Sigle 'GW' verweist auf den 'Gesamtkatalog der Wiegendrucke'. Dieser Katalog bietet eine sehr vollständige Liste von Drucken, die im 15. Jahrhundert entstanden sind (sog. "Inkunabeln" = "Wiegendrucke"), und ordnet jedem dieser Drucke eine GW-Nummer zu. Auch die 'Narrenschiffe' des 15. Jahrhunderts sind hier verzeichnet, siehe unsere Konkordanz der GW-Nummern. Im 'Gesamtkatalog der Wiegendrucke' ist zudem eine Beschreibung jedes Druckes enthalten (mit einer Liste erhaltener Exemplare und mit Links zu Digitalisaten). Unsere Druckbeschreibungen unter dem Menüpunkt "Textkorpus" enthalten diese Angaben und bieten darüber hinaus weitere Informationen aus den Datenbanken von ISTC (Incunabula Short Title Catalogue) und MRFH (Marburger Repertorium zur Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus).
P- bzw. B-Nummern Die 'P- bzw. B- Nummern' (P für Paratext, B für Brants Einzelkapitel) dienen zur virtuellen Gesamtübersicht über alle Kapitel der frühneuzeitlichen 'Narrenschiff'-Überlieferung. Eine Konkordanz der P/B-Nummern für die 'Narrenschiff'-Ausgaben finden Sie hier. Als vollständige Summe aller im gesamten 'Narrenschiff'-Korpus vorhandener Paratexte und Kapitel lässt sich mit Hilfe der P- bzw. B-Nummern gleichsam ein virtuelles "Meta-Narrenschiff" konstruieren. Da dieses nicht nur sämtliche Paratexte und Kapitel des deutschen 'Narrenschiffs', sondern auch zusätzliche Paratexte und Kapitel, die etwa nur im lateinischen oder nur in den französischen 'Narrenschiffen' überliefert sind, darstellt, geht es weit über eine unabhängige Kapitelzählung der einzelnen 'Narrenschiffe' hinaus und bildet somit die Grundlage für die 'Narrenschiff'-Synopse.
Transkription (Synopse) Der 'zeichengetreue Transkriptionstext' erfasst nach Möglichkeit die Eigenarten des historischen Zeichenrepertoires der Druckausgaben (siehe zu den verwendeten Typen der Drucker die Beschreibung der jeweiligen Druckausgabe). Davon ausgeschlossen sind Varianten desselben Zeichens, deren Verwendung während der Drucklegung rein kosmetisch und/oder zufällig, aber nicht stellungsabhängig begründet ist (s. Editionsrichtlinien). Diese wurden identisch transkribiert. Im zeichengetreuen Transkriptionstext finden sich weder Eingriffe zur Leseerleichterung noch Verbesserungen von Druckfehlern. Diese Textpräsentation richtet sich insbesondere an Nutzer mit druckgeschichtlichem und/oder typografischem Forschungsinteresse und ist in der Synopse unter 'Transkription' anzeigbar.
Synopse Die Synopse besteht aus zwei Fenster, in denen 'Narrenschiffe' bzw. unterschiedliche Ansichten (Faksimile, Transkription, Lesefassung) einander kapitelweise gegenübergestellt werden. Damit lassen sich verschiedene Ausgaben miteinander vergleichen, etwa die deutsche Zweitausgabe des 'Narrenschiffs' mit der lateinischen 'Stultifera navis', die diese Ausgabe als Vorlage benutzte.
Lesetext Der 'Lesetext' wurde auf der Grundlage des zeichengetreuen Texts erstellt und beinhaltet die Bearbeitungen des Herausgebers. Die Vereinbarungen für die überlieferungsnahe Textpräsentation entnehmen Sie den Editionsrichtlinien. Dialektale und graphematische Varianz wird als historisches Charakteristikum der frühneuzeitlichen Werke verstanden und beibehalten. Der Lesetext lässt sich, ebenso wie die Transkritipion, als Ansicht in der Synopse wählen.
Orte und Personen In der Editionsansicht sowie in der Lesefassung der Synopse werden Orte und Personennamen mit dem Register verknüpft. Dabei sind als Personen nicht nur reale Zeitgenossen der jeweiligen 'Narrenschiff'-Autoren und historisch sicher belegte Personen, sondern auch mythologische, biblische und fiktive Figuren erfasst. Auch bei den Ortslemmata geht die Erfassung über die tatsächlich existierende Topographie hinaus: Es sind auch fiktive Orte, wie etwa Narragonien, aufgenommen. Während eine Ansicht von Einzellemmata samt entsprechender Kurzbeschreibung und weiterführender Links durch einen Klick auf die farbige Hervorhebung in der Lesefassung selbst möglich ist, kann mithilfe des durchsuchbaren, alphabetischen Gesamtregisters ein allgemeiner Überblick über die Personen- und Ortslemmata gewonnen werden.
Marginalie Marginalnotat Unter 'Marginalien' versteht man im Allgemeinen die am Rand einer Buchseite bzw. eines Manuskripts platzierten Anmerkerung eines Autors (Herausgeber, Druckers). Sie dienen in der Regel zur Korrektur oder fungieren als Kommentar der jeweiligen Textstelle. In Lochers 'Stultifera navis' (1497), in Rivières 'La nef des folz du monde' (1497) und Drouyns 'La Nef des folz du monde' (1498) bzw. 'La grant nef des folz du monde' (1499) haben sie größtenteils eine Verweisfunktion auf Referenzwerke: Es handelt sich um Marginalnotate, die auf Bibelstellen, griechische bzw. lateinische Klassiker und Rechtstexte verweisen, von denen die jeweiligen "Argumente" (loci communes) der Dichtungen inspiriert, entlehnt oder gar wörtlich entnommen sind. Im Rahmen dieser Edition wurden die Narrenschiff-externen Referenzstellen der Marginalien identifizeirt, aufgelöst und mit dem Volltext verknüpft. Sie können entweder durch einen Klick auf die farblichen Hervorhebungen bei der Zeilenzählung der Lesefassung und Transkription in der Synopse oder im Gesamten über das Belegstellenregister abgerufen werden.